Erdölaufbereitung

Erdölaufbereitung

Im Gegensatz zum Erdgas wird das geförderte Roherdöl an den Produktionsstätten im ersten Schritt nur transportfähig aufbereitet. Während das Erdgas meist vor Ort spezifikationsgerecht aufbereitet und anschließend direkt in die Transferleitungssysteme zum Endkunden hin eingespeist wird, erfolgt der zweite Schritt der Erdölbehandlung aufgrund der Komplexität und Quantität der herzustellenden Endprodukte in einer Raffinerie.

Die wesentlichen Aufgaben der Anlagen am Entstehungsort sind:

  • Die Trennung des Erdöls von ebenfalls mitgefördertem Lagerstättenwasser und Erdölbegleitgas. Diese Trennung erfolgt in 3-Phasen-Separatoren oder Zentrifugen
  • Die Sekundärtrennung der Erdöl-Wasser-Emulsion, in vielen Fällen kombiniert mit einer Entsalzung des Erdöls
  • Behandlung des Erdölbegleitgases, das entweder aufbereitet und komprimiert oder energetisch zur Strom- und Wärmerzeugung genutzt werden kann. Hier entscheiden die angefallenen Gasmengen über die Art der Behandlung, wobei auf möglichst niedrige Emissionen geachtet wird.
  • Aufbereitung und Einpressen des Salzwassers in die Lagerstätte, wobei die an-gewendeten Verfahren teilweise sehr komplex und noch nicht als Stand der Technik etabliert sind. Die Betreiber setzen hier auf innovative Technologien, um den gestiegenen Ansprüchen an die Wasserqualität gerecht zu werden.

Tanklager einer Erdölaufbereitungsanlage für 150 m³/dTanklager einer Erdölaufbereitungsanlage für 150 m³/d

Häufig werden für den ersten Produktionszyklus mobile Testanlagen eingesetzt, um die Qualität zu analysieren und die notwendigen Aufbereitungsschritte zu definieren.

Durch die kompakte und modulare Bauweise sind diese Anlagentypen flexibel bezüglich Aufstellung und Aufbereitungsverfahren und können anschließend zum nächsten Einsatzort transportiert werden.